Direkt zum Hauptbereich

Fehlercode 1202 - Executive Overflow”-Alarm - Die Anfänge der Automatisierung und Digitalisierung

Fehlercode 1202 bezieht sich auf einen Vorfall, der während der historischen Apollo 11-Mission im Jahr 1969 auftrat. Dieser Code signalisierte einen “Executive Overflow”-Alarm, was bedeutet, dass der Bordcomputer der Landefähre, der Apollo Guidance Computer (AGC), überlastet war.

Zur Zeit der Apollo-Missionen war der AGC ein technologisches Wunderwerk, aber nach heutigen Maßstäben war er sehr primitiv. Er hatte eine sehr begrenzte Rechenkapazität und Speichergröße. Während des kritischen Moments der Mondlandung führte der AGC simultan mehrere Aufgaben aus, darunter die Berechnung der Landetrajektorie und die Verarbeitung von Daten aus verschiedenen Navigationssensoren.

Der Fehlercode 1202 trat auf, als der AGC mehr Aufgaben erhielt, als er verarbeiten konnte. Dieser spezielle Alarm wurde ausgelöst, weil der Rendezvousradar, der eigentlich für den späteren Teil der Mission vorgesehen war, versehentlich aktiviert wurde und zusätzliche Daten an den Computer sendete. Dies führte zu einer Überlastung des Systems.

Die Astronauten meldeten den Fehlercode an das Mission Control Center auf der Erde, wo Teams von Ingenieuren und Programmierern schnell feststellten, dass der Alarm zwar ernst war, aber nicht missionskritisch. Sie rieten den Astronauten, mit der Landung fortzufahren, während sie den Fehler beobachteten. Ihre Fähigkeit, den Alarm schnell zu diagnostizieren und zu reagieren, war ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Mission.

Dieser Vorfall ist ein faszinierendes Beispiel für Mensch-Maschine-Interaktion unter extremen Bedingungen und zeigt die Bedeutung von robusten Systemen und gut ausgebildeten Teams, die in der Lage sind, effektiv auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren. Er betont auch die historische Bedeutung der Apollo-Missionen für die Entwicklung der Computertechnologie und der Luft- und Raumfahrt.


#humanfactors #usability #roboter #chatbot #chatgpt #empathie #ki #ai #emotion #emotionaleintelligenz #psychologie #mitgefühl #safety #security #unfall #team #agile #KollegeRoboterKolleginChatbot #burnout #hf #nl #Sicherheitskultur #Unfall

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Psychologie und Soziologie des Wartens, der Pünktlichkeit und der Ungeduld

Warten, Pünktlichkeit und Ungeduld sind universelle menschliche Erfahrungen, die stark von kulturellen, sozialen und psychologischen Faktoren geprägt sind. In einer immer schnelllebigeren Welt wird das Warten oft als unangenehme Unterbrechung wahrgenommen, während Pünktlichkeit als Tugend gilt und Ungeduld zunehmend zum Ausdruck von Stress und Zeitdruck wird. Dieser Artikel untersucht die psychologischen und soziologischen Mechanismen, die diesen Phänomenen zugrunde liegen, und beleuchtet ihre kulturelle Dimension. Psychologie des Wartens Das Warten ist eine Erfahrung, die sowohl mit negativen Emotionen wie Frustration und Stress als auch mit positiven wie Vorfreude verbunden sein kann. Die Wahrnehmung von Wartezeiten wird durch Faktoren wie Unsicherheit, Kontrolle und die soziale Umgebung beeinflusst (Maister, 1985). Studien zeigen, dass Unsicherheit über die Dauer oder das Ergebnis eines Wartens die emotionale Belastung verstärkt (Larson, 1987). Die Psychologie des Wartens beto...

Psychologische Aspekte und der Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf Open Innovation Einleitung

Der Begriff „Open Innovation“ beschreibt den Prozess, bei dem Unternehmen externe und interne Wissensquellen strategisch nutzen, um Innovationen zu fördern. Das Konzept, das auf Henry Chesbrough zurückgeht, erweitert das traditionelle Innovationsmanagement und integriert Wissen von Lieferanten, Partnern, Kunden und externen Quellen. Diese Offenheit erhöht das Innovationspotenzial, erfordert jedoch auch tiefgreifende Veränderungen in den Organisationsstrukturen und stellt das Unternehmen vor psychologische Herausforderungen. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Open Innovation ermöglicht zudem neue Perspektiven und hebt den Innovationsprozess auf eine neue Ebene. Psychologische Aspekte von Open Innovation 1. Motivation und Widerstände Ein entscheidender psychologischer Faktor bei der Implementierung von Open Innovation ist die Motivation der Mitarbeitenden. Traditionell wurde Innovation als ein interner Prozess betrachtet, bei dem nur die klügsten Köpfe innerhalb des Unterneh...

Der Barnum-Effekt – Psychologische Mechanismen selektiver Selbsttäuschung

Der Barnum-Effekt beschreibt die Tendenz von Menschen, unspezifische und allgemein gehaltene Aussagen über ihre Persönlichkeit als zutreffend zu akzeptieren. Dieser Effekt spielt eine zentrale Rolle in der Erklärung, warum Menschen an pseudowissenschaftliche Verfahren wie Horoskope, Graphologie oder bestimmte Persönlichkeitstests glauben. Der vorliegende Beitrag beleuchtet die kognitiven, affektiven und sozialen Mechanismen hinter dem Effekt, diskutiert seine empirische Basis und zeigt Implikationen für Beratung, Diagnostik und KI-gestützte Systeme auf. 1. Einleitung „Sie sind eher introvertiert, schätzen jedoch gute Gespräche. Manchmal zweifeln Sie an sich, wirken nach außen aber sicher.“ – Aussagen wie diese erscheinen individuell, treffen jedoch statistisch auf fast jede Person zu. Der Barnum-Effekt – benannt nach dem amerikanischen Zirkusunternehmer P. T. Barnum, der angeblich „für jeden etwas“ im Programm hatte – beschreibt genau dieses psychologische Phänomen. Ursprünglich wur...