Zusammenfassung Dieser Beitrag untersucht die Nutzung von KI-Systemen als Konstellation aus Vertrauen und Kontrolle und zeigt, dass beide Größen weder austauschbar noch gleichsinnig sind. Ausgangspunkt ist eine Selbstbeobachtung: Dem eigenen, selbst gebauten System wird bedingt vertraut, und es wird weitgehend kontrolliert; dieses Vertrauen ist jedoch oft ein Übervertrauen, das aus Urheberschaft, Vertrautheit und gefühlter Kontrolle gespeist wird. Den Systemen großer Technologiekonzerne wird dagegen kaum vertraut, und hier fehlt zusätzlich die Kontrolle. Auf Basis der Forschung zur Mensch-Automation-Interaktion (Lee & See, 2004; Parasuraman & Riley, 1997; Lee & Moray, 1994) und der Handlungspsychologie der Bamberger Schule (Dörner, 1989; Dörner & Schaub, 1994) wird diese Konstellation als Vier-Felder-Schema analysiert. Gefühlte Kontrolle schützt nicht vor Übervertrauen, und tatsächliche Kontrolle ist kostspielig, weil sie Dauerverifikation verlangt, eine Aufgabe, für...
Die Frage, warum die Gewalt in Bus und Bahn zunimmt, setzt eine Entwicklung voraus, die die Statistik nur zum Teil bestätigt. Wer genauer hinsieht, erkennt eine Verschiebung. Die Gewalt richtet sich zunehmend gegen eine bestimmte Gruppe und entsteht in bestimmten Situationen. Das ist psychologisch aufschlussreicher als ein pauschaler Anstieg. Was die Zahlen zeigen Für Fahrgäste ist das Bild uneinheitlich. Eine Auswertung der Allianz pro Schiene auf Basis der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik ergab für 2025 rund 169.322 Straftaten an Bahnhöfen und Bahnanlagen, davon rund 7.600 Gewaltdelikte, jeweils sechs Prozent weniger als im Vorjahr. In Baden-Württemberg erfasste die Polizei 2025 302 Opfer von Aggressionsdelikten gegen Fahrgäste, gut zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Die Eingangsstatistik der Bundespolizei zeigt dagegen einen leichten Anstieg: 27.818 Gewaltdelikte in Bahnhöfen und Zügen im Jahr 2025 gegenüber 27.150 im Jahr 2024. Eindeutig ist der Trend beim Personal...