Freitag, 7. Januar 2022

Denkwerkzeuge zur Unterstützung des Denkens, Planes und Entscheidens

Komplexität erhöht die Menge von Informationen, die berücksichtigt werden müssen und damit die Menge von Alternativen, aus denen Entscheidungen ausgewählt werden können. 

Komplexität erhöht die Menge von Informationen, die berücksichtigt werden müssen und damit die Menge von Alternativen, aus denen Entscheidungen ausgewählt werden können. Um Denk- und Handlungsoptionen tatsächlich nutzbar zu machen, muss jedoch Komplexität reduziert werden. Gleich wie komplex die Realität ist (sei es die natürliche Umwelt, seien es organisationale Strukturen oder technische Artefakte), die Kapazität der menschlichen Problemlösefähigkeit, die Möglichkeiten der heuristischen Kompetenz sind begrenzt hinsichtlich der Menge von Elementen und Relationen, die berücksichtigt werden können (Miller, 1956; DeGroot, 1965; Hacker, Sachse & Schroda, 1998). Notwendigerweise sind deshalb die mentalen Modelle der Wirklichkeit Simplifizierungen der Realität. Daraus resultieren Fehler, Irrtümer und Katastrophen (Dörner, 1989; Dörner & Schaub, 1994; Schaub, 1996, 2001; Strohschneider & von der Weth, 2002; Heimann, Strohschneider & Schaub, 2014; Schaub, 2016; Schaub, 2020).

Die kritische Frage dabei ist, auf welche Art und Weise Menschen beim Denken, Planen und Entscheiden vereinfachen und reduzieren können, damit die Situation handhabbar wird, aber die wichtigen und relevanten Aspekte der Realität erhalten bleiben, möglichst sogar prägnant hervortreten? 


Systems-Thinking bedeutet, dass mentale Modelle mit visuellen Tools simuliert werden, um dadurch zu veranschaulichen, zu welchen Konsequenzen bestimmte Annahmen und Handlungen führen können (vgl. Dörner & Schaub, 1992; Brunner & Stäudel, 1992; Schaub, 1993).


Das Ziel von Systems-Thinking besteht darin, sowohl für die Konstruktion mentaler Modelle als auch für die heuristische, aber auch numerische Simulation dieser Modelle Werkzeuge bereitzustellen.


Man kann drei Typen von Werkzeugen unterscheiden: Das sind zum einen Denkwerkzeuge, die helfen die Realität zu vereinfachen. Des Weiteren bietet der Systems-Thinking Ansatz standardisierte, formale Sprachen, um komplexe Situationen darstellen und darüber kommunizieren zu können, und schließlich bietet der Ansatz eine Reihe von Computerprogrammen, die die Simulation mentaler Modelle erlauben.


Tools in diesem Kontext sind z.B. 

Vensim: https://vensim.com/ 

Stella: https://www.iseesystems.com/

Dynasys:https://hupfeld-software.de/dokuwiki/doku.php/dynasys 


(Literatur und Referenzen beim Autor: harald.schaub@googlemail.com)


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